Bericht des Organisationsteams - Rennabbruch nach Sturzgeschehen am 25. April 2026


Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

liebe Unterstützer und Helfer,


als Teil des Organisationsteams (Bereich Technik / Streckenkommunikation) möchte ich einen Einblick in die Abläufe rund um das gestrige Rennen sowie die Entscheidung zum Rennabbruch geben.


Zunächst möchten wir uns bei allen Beteiligten bedanken: den Fahrern, den zahlreichen Helfern, der Feuerwehr, den Sanitätsdiensten sowie allen Unterstützern entlang der Strecke. Ohne dieses Zusammenspiel wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich.


Leider kam es im Rennverlauf zu einem schweren Sturz mit mehreren beteiligten Fahrern. In der Folge mussten mehrere Teilnehmer medizinisch versorgt werden, darunter auch zwei Transporte per Rettungshubschrauber sowie weitere Fahrten ins Krankenhaus.


Die Entscheidung zum Rennabbruch wurde in enger Abstimmung zwischen Einsatzkräften, Rennleitung und Organisationsteam getroffen. Ausschlaggebend waren dabei insbesondere:


•⁠  ⁠die medizinische Versorgung und Sicherheit der gestürzten Fahrer

•⁠  ⁠die gebundenen Rettungskräfte vor Ort

•⁠  ⁠sowie die Gesamtsituation auf der Strecke


Aus organisatorischer Sicht wäre eine Fortführung des Rennens grundsätzlich möglich gewesen (Streckensperrung war weiterhin gegeben). Dennoch haben wir uns bewusst für den Abbruch entschieden, da die Sicherheit aller Beteiligten in dieser Situation nicht mehr vollumfänglich gewährleistet werden konnte.


Die Rückmeldungen aus dem Teilnehmerfeld haben diese Entscheidung im Nachgang bestätigt. Viele Fahrer haben den Sturz als prägend empfunden, was sich unmittelbar auf das Sicherheitsgefühl im Rennen ausgewirkt hat. Rückblickend nehmen wir folgende Punkte als wichtige Erkenntnisse für zukünftige Veranstaltungen mit:

•⁠  ⁠Entzerrung des Fahrerfeldes:

Eine Anpassung des Startmodus (z. B. gestaffelte Starts oder größere Zeitabstände) wird geprüft, um die Dynamik in kritischen Rennphasen zu reduzieren.

•⁠  ⁠Analyse von Schlüsselstellen auf der Strecke:

Insbesondere schnelle Passagen und technische Abschnitte werden nochmals hinsichtlich Risiko und Streckenführung bewertet.

•⁠  ⁠Kommunikation und Sensibilisierung:

Wir werden die Teilnehmer noch gezielter auf Gefahrenstellen und das Fahrverhalten bei hohen Geschwindigkeiten hinweisen.

•⁠  ⁠Einsatz- und Kommunikationsabläufe:

Auch intern werden wir die Abläufe weiter optimieren, um im Ernstfall noch schneller und klarer reagieren zu können.

Uns ist bewusst, dass ein Rennabbruch für alle Beteiligten enttäuschend ist – insbesondere bei guten äußeren Bedingungen und großem sportlichen Ehrgeiz. Dennoch sind wir überzeugt, dass die getroffene Entscheidung unter den gegebenen Umständen richtig und verantwortungsvoll war.

Unser besonderer Dank gilt den Einsatzkräften vor Ort, die schnell und professionell gehandelt haben, sowie allen Helfern, die unter hoher Belastung einen reibungslosen Ablauf unterstützt haben.

Wir wünschen allen verletzten Fahrern eine schnelle und vollständige Genesung.

Mit Blick nach vorne werden wir die gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um die Veranstaltung weiterzuentwickeln und im kommenden Jahr noch sicherer und besser zu gestalten.

Mit sportlichen Grüßen

für das Organisationsteam


11. Inklusives Radrennen: Bayerische Gehörlosen Meisterschaft am 25. April 2026

Am 25. April 2026 verwandelt sich Oberglaim bei Landshut auch dieses Jahr in einen zentralen Austragungsort für den Straßenradsport. Beim 11. Inklusiven Landshuter Straßenpreis findet parallel auch die Bayerische Meisterschaft der Gehörlosen im Straßenradsport statt.

Der Rennstart ist für 14:00 Uhr angesetzt. Die Fahrerinnen und Fahrer erwartet eine fordernde Strecke, die sportliche Höchstleistung mit gelebter Inklusion verbindet. Seit vielen Jahren gehört das Event fest zum bayerischen Rennkalender und zieht sowohl engagierte Sportlerinnen und Sportler als auch zahlreiche Zuschauer an.


Ein besonderes Zeichen setzt die Veranstaltung mit ihrem sozialen Engagement: 10 % der Einnahmen werden an die beteiligten Feuerwehren gespendet

Ausgerichtet wird das Rennen vom GSV Landshut gemeinsam mit regionalen Partnern.


Hier gehts zur Anmeldung.


Radsportler kämpften um die Bayerische Meisterschaft

Der Gehörlosen Sportverein Landshut richtete am Samstag, den 10. Inklusiven Landshuter Straßenpreis aus. Die Jubiläumsveranstaltung verzeichnete eine Rekordbeteiligung von annähernd 160 Teilnehmern. Inklusiv deshalb, da Amateure, Masters, Frauen, Paracycler und Gehörlose gemeinsam in einem Rennen gestartet sind.

Sogar aus demmehrfache benachbarten Ausland kamen einige Radler zum Rennen und haben damit diese einzigartige Sportveranstaltung im Inklusionssport aufgewertet.
Wie in den Vorjahren konnten die Gehörlosen Radsportler auch hier wieder teilnehmen und ihre Bayerischen Meisterschaften in den Amateuren, den Masters (Senioren) und Frauen austragen, wobei die Wettbewerbe bundesoffen ausgeschrieben waren und sich 15 gehörlose Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet hatten. Bei den Amateuren mussten auf dem 8,5 km welligem Rundkurs 7 Runden (60 km) gefahren werden. Nach 1.26:57 Stunden gewann Max Jehle (Reutlingen knapp mit 11 Sekunden Vorsprung vor Stefan Kneer (GSC Frankenthal). Mit etwas über drei Minuten Rückstand als dritter holte sich Peter Hiltl (GSV München) den Bayerischen Meistertitel 2025 vor Felix Wahala (GBF München) sowie Leon Brunnert (GSC Bayreuth) und Peter Craxton (GSV Landshut).
Max Jehle, Stefan Kneer und Leon Brunnert nutzten die Veranstaltung im Rahmen eines DGS-Radsport Lehrganges in Landshut zu einem Härtetest auf weitere Internationale Einsätze.

Bei den Senioren wo 5 Runden (42,5 km) zu fahren waren gewann Christian Lentzen (Kölner GSV) in 1:08:45 std. mit großem Vorsprung vor Klaus Schmidt (GSV Freiburg) sowie Philipp Eisenmann (GBF München) welcher sich den Bayerischen Meistertitel in dieser Klasse sicherte.
Die Landshuter Gerald Mielke-Weyel und Klaus Hora erreichten hinter Frank Krämer (4.)
die Plätze 5 und 6. Bei den Frauen siegte die amtierende Deutsche Meisterin Bianca Metz (GSC Bodensee Friedrichshafen) über die 5 Runden Distanz (42,5 km) in 1.07:26 std und war schneller als der Sieger der Seniorenklasse. Platz zwei und den Bayerischen Meistertitel holte sich Alexandra Götz (GSV Bayreuth) vor Tamara Trin (Berlin).

Bei der Siegerehrung im Betz-Stadel in Oberglaim betonten Stadtrat Hans-Peter Summer (in Vertretung des Oberbürgermeisters Alexander Putz, Landshut) und Bürgermeister Andreas Strauß (Markt Ergolding) in ihren Reden „der Inklusive Landshuter Straßenpreis ist mehr als nur ein Radrennen, er ist ein lebendiges Zeichen für Gemeinschaft, Toleranz und die Kraft der Inklusion“. Im Rahmen der Siegerehrung überreichten Sie die Preise an die Sieger auf dem Podest und gratulierten für die sportlichen Leistungen (geschrieben Gottfried Paulus).

Eindrücke vom 11. Inklusiven Straßenpreis 2026

11. Inklusiver Straßenpreis 2026 
Rund 190 Anmeldungen sind diesmal eingegangen – wir freuen uns riesig über diese tolle Resonanz! 
Unser Dank gilt auch den Sponsoren, die uns diesmal unterstützt haben. 
10 % der Einnahmen wurden an die beteiligten Feuerwehren gespendet.


Radsportler Gerald Mielke-Weyel

in Braunschweig zweimal auf Podest

Vom 17. bis 22. Juni fand in Braunschweig zum ersten Mal das Gehörlosen Sportfinale statt, wo insgesamt 14 Deutsche Meisterschaften in verschiedenen Sportarten ausgetragen wurden.
Das Sportfinale welches der GSV Braunschweig zu seinem 100-jährigen Bestehen ausrichtete, lehnt sich an die seit 2019 jährlich im Sommer stattfindenen Sportevents der hörenden Sportwelt an, wo die Deutschen Meisterschaften in verschiedenen Sportarten zeitgleich an einem Ort ausgetragen werden.

In der Sportart Mountain-Bike nahm auch Gerald Mielke-Weyel (GSV Landshut) teil, welcher an zwei Wettbewerben teilnahm. 

Die Wettbewerbe fanden im Bikepark in Salzdetfurth statt, einem großen und schönen Park für den Montainbike Sport.

Es wurden zwei Wettbewerbe um die Deutsche MTB Meisterschaft durchgeführt sowie zusätzlich ein Wettbewerb zum Europa-Cup.
Im ersten Wettbewerb stand der 1000 Meter XCE Eliminator auf dem Programm.

 

Hier mussten die Teilnehmer zuerst die Distanz alleine bewältigen um dann in mehreren Runden  gegeneinander die Sieger zu ermitteln. Gerald belegte am Ende in der Klasse Masters 3 den 3. Platz.
Im zweiten Wettbewerb ging es auf einem anspruchsvollem 3,5 km Rundkurs um den MTB Titel,
wo in der Masters 3 Klasse 6 Runden zu fahren waren.
Gerald erreichte mit Platz 3 erneut einen Podestplatz. (geschrieben Gottfried Paulus)

Gruppe aller TeilnehmerInnen